Inhalte:
Baurecht für technische Gewerke:
Auswirkungen der VOB am Beispiel von Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik
Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik sind klassische Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung. Auch in diesen technischen
Gewerken regelt die VOB/B in vielen Verträgen die Bauabwicklung. In einer 2-tägigen Schulung ("Bau- und Projektleiter im
täglichen Kampf mit der VOB/B") will der cci Promotor Verlag Bau- und Projektleiter aus dem Anlagenbau und TGA-Fachplanungsbüros,
Bauherren und Bauherrenvertreter (öffentl. Hand) für die wesentlichen Aspekte der VOB/B 2009 sensibilisieren, und den Teilnehmern
einen sichereren Umgang mit deren Regelungen ermöglichen. Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt dabei ausdrücklich auf den technischen Gewerken.
Die VOB findet Anwendung in den Verträgen der Auftraggeber mit den Auftragnehmern, aber auch bei den Verträgen der Auftragnehmer
mit deren Nachunternehmern. Dies wird besonders wichtig, wenn es mal nicht wie geplant läuft.
Ein Beispiel aus dem Lüftungsbau: An der Rohdecke eines Flurs sind Lüftungskanäle zu verlegen, laut Ausschreibung und
Ausführungsplänen ohne Brandschutzanforderungen. Während der Lüftungsbauer bereits montiert teilt der Architekt mit, dass diese
Kanäle in F90-Qualität auszuführen sind, da es sich bei dem Flur um einen Flucht- und Rettungsweg handelt. Der Lüftungsbauer ist
gezwungen, unverzüglich alle Arbeiten einzustellen, bis alle Planungsgrundlagen abschließend geklärt sind. Möglichst schnell sollte
er jetzt Änderungen der Vertragsleistung gegenüber dem Auftraggeber anzeigen und ein Nachtragsangebot einreichen. Idealerweise einigt
er sich mit dem Bauherren über Mehrkosten vor Beginn der weiteren Ausführungen. Aber Achtung, es gibt keinen Anspruch des Auftragnehmers,
die Leistungen des Nachtragsangebots erst nach Beauftragung auszuführen. In bestimmten Fällen hat der Auftraggeber im Sinne einer zügigen
Bauabwicklung sogar die Möglichkeit, die angebotenen Leistung "anzuweisen", Leistungsverweigerung kann sofortige Vertragskündigung zur
Folge haben.
Das muss ja nicht passieren, aber es kann. Grundsätzlich gilt, Bau- und Projektleiter bewegen sich ständig im Spannungsfeld der VOB/B
und erleben dabei ihren alltäglichen Kampf. Denn, die VOB bietet den Vertragsparteien Hilfe aber sie beinhaltet auch Forderungen, die
alle Beteiligten kennen sollten.
Teilnehmer dieses Seminars können zukünftig mit geschärftem Blick den jeweiligen Projektverlauf im Sinne der VOB/B mitgestalten und
je nach Situation angemessen reagieren - vom Vertragsabschluss bis zur Schlussrechnung.
Das Seminar ist zweiteilig aufgebaut und wird in Form von Workshops gestaltet. An praktischen Beispielen werden die Referenten in
jeder Phase des Projektes die Regularien, Vorgehensweisen und Auswirkungen der einzelnen Paragraphen der VOB/B an realen Projekten
technischer Gewerke aufzeigen.
Der Bogen spannt sich dabei vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses eines Projektes, über Bauzeitbehinderungen und Nachträge,
Bautenstandsdokumentationen und Vertragsstrafen, über Haftungsfragen und Abnahme bis hin zur Abrechnung, Sicherheitsleistung
und Schlussrechnung.
Zielgruppen:
- Bau- und Projektleiter aus dem Anlagenbau und TGA-Fachplanungsbüros
- Bauherren und Bauherrenvertreter (öffentl. Hand)